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Vom 15. bis 23. Februar 2020 in Leipzig: Halle 1, Stand E14.

11.12.2018

Was blüht denn da?

SenfIn vielen Landstrichen in Deutschland kennt man den Anblick von gelb blühenden Feldern bis tief in den November hinein. Laien glauben, dass hier der normalerweise bereits im April und Mai blühende Raps noch einmal einen späten Frühling erlebt. Doch damit liegt der Beobachter falsch: Hier blüht in der Regel Senf, genauer gesagt der Ackersenf, der im Herbst als Zwischenfrucht mehrere Funktionen erfüllt:

Der Senf wird nach der Ernte auf ein Feld gepflanzt, um als Gründünger zu dienen. Das heißt, er wird meist gar nicht geerntet, sondern die Pflanzen bleiben den Winter über auf dem Feld. Die Senfpflanzen binden Nährstoffe im Boden, lockern ihn mit seinen Wurzeln auf und verhindern gleichzeitig Wintererosion. Durch den Pflanzenbestand auf dem Feld und deren Wurzeln im Boden hat die winterliche Witterung keine Chance, Boden fortzuwaschen oder Nährstoffe aus dem Boden abzutragen.

Man kann dieses in der Landwirtschaft übliche Verfahren auch als Hobbygärtner anwenden, um die eigene Anbaufläche grün zu düngen. Dazu werden die krautigen Senfpflanzen in ca. 20cm Abstand in den Boden gesetzt (zwischen April und Oktober möglich), gezogen und nach der Blüte einfach stehen gelassen. Die in den Blättern enthaltenen Nährstoffe gelangen durch den natürlichen Verfallsprozess über die Wintermonate in den Boden und düngen ihn. Zu beachten ist, dass Senf als Kreuzblütler (übrigens genau wie der Raps, daher auch die Ähnlichkeit der Blüten) nur alle vier Jahre angebaut werden sollte, da sie sonst dem Boden zu viele Nährstoffe entziehen können.

Alle Jahre wieder…

… beginnt im November bei Groß und Klein die Weihnachtsbäckerei, und schon bald verbreitet sich der typische heimelige Duft nach Weihnachten im ganzen Haus. Für einen selbst gemachten Lebkuchen und andere Leckereien dürfen Anis, Kardamom, Zimt, Nelke, Muskat und Piment nicht fehlen. Aber woher kommen diese Gewürze eigentlich?
Was wir so selbstverständlich in den Teig rühren, hat in manchem Fall einen langen Weg in unseren Kulturkreis genommen….

Anis bringt den typischen Lakritzgeschmack mit in die Weihnachtsbäckerei. Wegen des milden und beständigen Klimas wuchs Anis zunächst vor allem im Mittelmeerraum, heute wird er überwiegend im südlichen Russland angebaut. Neben seiner würzenden Wirkung (auch in Schnäpsen wie Raki oder Ouzo) wird Anis auch eine heilende Wirkung bei Magen-Darm-Beschwerden nachgesagt. Man findet Anis daher häufig gemeinsam mit Fenchel und Kümmel in Magen-Darm-Tees.

Vom Kardamom werden nur die Samen verwendet, die am besten bei Bedarf frisch gemörsert werden. In unseren Breitengraden verwenden Bäcker/innen jedoch meist das fertig gemahlene Pulver. Kardamom ist ein Exot, was seine Herkunft betrifft, er stammt aus Südostasien (Sri Lanka, Thailand) und wird heute auch in Mittelamerika und im afrikanischen Tansania angebaut. Auch Kardamom wirkt beruhigend und entspannend auf Magen und Darm, soll aber auch gegen depressive Verstimmung, gegen Krämpfe, Übelkeit, Mundgeruch oder Asthma helfen. Er hat einen süß-scharfen Geschmack und wird auch zum Würzen herzhafter Speisen und für Tees verwendet.

Nelke, genauer die Gewürznelke, ist ein in Europa schon seit dem Mittelalter weithin bekanntes und oft genutztes Gewürz – für Bratensaucen genauso wie für Glühwein, manchmal im Rotkohl zu finden oder auch als Gewürz im Lebkuchen. Gewürznelken stammen ursprünglich aus Indonesien, werden heutzutage auf den Molukken, in Tansania und Madagaskar angebaut. Der Nelke wird ebenfalls eine heilende Wirkung nachgesagt, als Mittel gegen Zahnschmerzen und auch gegen Magen-Darm-Beschwerden.

Ebenfalls ursprünglich von den Molukken (den Banda-Inseln) stammt die Muskatnuss, die in der deutschen Küche zum Würzen ganz verschiedener Speisen wie Kartoffel-Püree, Eintöpfen und eben auch Plätzchen genutzt wird. Ihr herbes Aroma findet man auch in Männerparfums und Zahnpasten, und in der ayurvedischen Heilkunde dient sie gegen Durchfallerkrankungen. Die Muskatnuss wirkt außerdem antimikrobiell und wird daher seit Langem zur Konservierung eingesetzt.

Als Piment schließlich bezeichnen wir pfefferkornartige Beeren des Nelkenpfefferbaumes, der seinen Ursprung in der Karibik, genauer gesagt in Jamaika hat. Wegen der Beeren-Form wird Piment in der europäischen Küche oft als „Pfeffer“, meist mit dem Zusatz „jamaikanisch“ oder „würzig“ bezeichnet. Piment, wie es zum Würzen in Gerichten und Gebäck verwendet wird, erinnert im Geschmack an Nelken sowie ein wenig an Muskat und Zimt und schmeckt zudem auch ein wenig pfeffrig-scharf. Piment wird in der Weihnachtsbäckerei oft zur Herstellung von Lebkuchen und Honigkuchen verwendet.

Wir wünschen eine schönes und geruhsames Jahresende.

Bitte beachten Sie:
Unser Schaulager in der Priesterstr. 2 in Krostitz hat von November bis März Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Samstag ist geschlossen.

Die Musterhausausstellung in der Dübener Straße 16 in Krostitz ist von November bis März geschlossen.

Informieren Sie sich hier vorab: Musterhaus Ausstellung » und bei uns vor Ort!

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11.12.2018