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24.06.2019

Holunderblüten-Sirup und Bionic

Selbst gemacht: Holunderblüten-Sirup für den Sommer

Die Zeit der Holunderblüte geht je nach Region schon fast zu Ende, aber vielerorts findet man noch die schneeweißen Dolden mit den gelben Staubgefäßen. Für den Sommer schwört so mancher auf gut gekühlte Holunderlimonade, daher widmen wir uns heute dem Rezept für den Holunderblüten-Sirup.

Für die Basis von einem Liter Wasser benötigen wir eine Zitrone und eine Orange, möglichst unbehandelt, am besten in Bio-Qualität, sowie ca. 25 Holunderblüten für den typischen Geschmack. Außerdem braucht man für die angegebene Menge ca. ein kg Zucker (das ist Geschmackssache, aber Zucker ist ein guter Konservator, daher sollte man damit nicht zu sparsam verfahren) und 25g Zitronensäure.

Das Wasser, der Zucker und die Zitronensäure werden zunächst ein paar Minuten gemeinsam aufgekocht. Vor der Weiterverarbeitung sollten die Holunderblüten sanft gewaschen (nicht abspülen) und von den grünen Stängeln befreit werden, da diese Bitterstoffe absondern können.

Holunderblüten - Sirup - News LPM Schmidt
Foto: Juliane Schneider

Die Orange und die Zitrone werden in Scheiben geschnitten und in ein Gefäß gestapelt, oben auf sind die Holunderblüten zu finden. Dieses Ensemble übergießt man dann mit dem heißen, vorher hergestellten Sirup und verschließt das Gefäß möglichst dicht. Der Aufguss sollte dann einige Tage durchziehen, bevor er gesiebt und in ein fest verschließbares Gefäß umgefüllt wird – fertig! Die Mischung muss kühl und trocken gelagert werden, auch das Gefrierfach bietet sich dafür an, hiermit schließt man Schimmelbildung aus.

Vorbildlich – Bionik schaut sich die Tricks der Natur ab

Der Lotus-Effekt, der Klettverschluss, Haihaut-Taucheranzüge – die Natur präsentiert uns Menschen unzählige „geniale Erfindungen“, und immer mehr dieser großartig effektiven angepassten Funktionsweisen aus Pflanzen- und Tierwelt erforschen und kopieren Wissenschaftler im so genannten Bereich Bionik. Die Produktpalette für die Anwendung von Bionik reicht von Maschinen über Gebäude bis zu Kleidung, Schiffshüllen, Autos oder Robotern. Damit Produkte energie- und ressourcensparend produziert und benutzt werden können, greift man immer öfter auf das Vorbild der Natur zurück. Den Klettverschluss, den selbst Kleinkinder bedienen können, kennen wohl die meisten von der Funktionskleidung oder als Schuhverschluss, weit weniger jedoch aus der Natur. Andere Beispiele sind der Lotuseffekt, der besagt, dass die Blätter der Lotuspflanze nicht nur Wasser effektiv abperlen lassen, sondern dabei auch gleich den Schmutz vom Blatt entfernen. Wie praktisch!

Lotus Effekt - LPM News
Der Lotus Effekt – eine der bekanntesten Anwendungen aus der Bionic

Auch Fische lassen Wissenschaftler staunen: Der Kofferfisch gab das Modell für die Entwicklung eines bionischen Autos, das durch die kopierte Form des Fisches weniger Widerstand erzeugt und dadurch weniger Kraftstoff verbraucht. Unzählige andere Beispiele beweisen, dass die Natur der „Krone der Schöpfung“ noch immer um Längen voraus ist, wenn es um Effizienz, Treffsicherheit, Haftung, Sparsamkeit, Tarnung, Schnelligkeit, Zähigkeit oder andere Fähigkeiten geht, die letztlich das Überleben der Spezies sichern. Ein weiteres Beispiel hierfür sind die Fäden einer Spinne, elastisch und reißfest wie kein zweites Material. Der Wissenschaft ist es inzwischen gelungen, die Qualität von Spinnenseide nachzuahmen, und das Ergebnis wird in der Medizin und in der Industrie verwendet. Wir sind gespannt, welche natürlichen Phänomene noch Einzug in Wissenschaft und Technik halten.

24.06.2019

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